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Wie entsteht eigentlich Stress?

Die meisten Menschen sagen, dass sie unter Stress leiden. Manche mehr, manche weniger. Aber warum ist das so? Haben Sie sich schon einmal gefragt, was es dazu braucht, dass Stress entsteht? Also wie Sie selbst in Stress geraten?

Was braucht es, damit unser Körper eine Stressreaktion auslöst? Wenn Sie einen Menschen fragen, der gerade unter Stress steht, wird er Ihnen immer äußere Umstände angeben. Z.B: Viel Arbeit, Termindruck, Keine Zeit usw. Aber das ist nur bedingt richtig. Zur Stressreaktion braucht der Körper zwei Faktoren.

Den sogenannten Stressor. Stressoren sind die äußeren Umstände. Das können beispielsweise sein:

  • Mentale Stressoren, wie Zeitdruck, hohe Arbeitsbelastung, Überforderung/Unterforderung und noch viele mehr
  • Emotionale Stressoren, wie Beleidigungen, Trauer
  • Soziale Stressoren, wie Einsamkeit, mangelnde Wertschätzung, Mobbing
  • Oder auch körperliche Stressoren, wie Hitze/Kälte, Lärm, körperliche Beeinträchtigungen (Erkältung, Schmerzen)

Die Liste kann man beliebig fortsetzen. Aber das alleine löst noch keine Stressreaktion bei uns aus.  Mein Leitsatz ist immer, Stress beginnt im Kopf.

Der zweite Baustein, den es dazu braucht, dass in unserem Körper eine Stressreaktion stattfindet ist der sogenannte Stressverstärker. Stressverstärker sind persönliche Umstände, Motive oder auch Denk- und Handlungsmuster, die jeder Mensch in sich trägt.

Die persönlichen Stressverstärker können sein:

  • Zu hohe Erwartungen an sich selbst
  • Der eigene Perfektionismus
  • Keine Hilfe annehmen können
  • Es allen recht machen zu wollen und nicht NEIN sagen zu können
  • Alles kontrollieren zu wollen

Auch diese Liste lässt sich durch ihre eigenen Stressverstärker sicher noch fortsetzen.

Wie bereits gesagt, einer der Faktoren alleine löst noch keine Stressreaktion aus. Nur wenn beide Faktoren zusammenkommen geraten wir in Stress.

Ein kleines Beispiel:

Jemand hat den persönlichen Stressverstärker Perfektionismus. Diese Person kann durch seine Arbeit oder auch zuhause mit den normalen Aufgaben den Perfektionismus ausleben. Die Person fühlt sich wohl und es entsteht kein Stress.

Kommen jetzt jedoch zusätzliche Aufgaben hinzu, wird dieser Mensch versuchen die zusätzlichen Aufgaben trotz des erhöhten Aufwands weiterhin perfekt zu erledigen. Und gerät dadurch unter Stress.

Stressor (mehr Aufgaben) + Stressverstärker (Perfektionismus) = Stressreaktion.

Also nur durch die Wechselwirkung von beidem wird Stress und die damit verbundene Stressreaktion ausgelöst.

Einige Praxistipps und Werkzeuge zur Stessbewältigung habe ich Ihnen in meinem kostenlosen E-Mail Kurs Stressbewältigung zusammengestellt.